Nach jeder Fahrt
- Akku herausnehmen – beim Lagern immer, auf Lagerspannung (siehe LiPo-Akku laden und lagern).
- Auf Risse, schwergängige Teile, lose Kabel und Schrauben prüfen, Radmuttern nachziehen.
- Zahnräder und Rutschkupplung kontrollieren.
- Schmutz mit Pinsel oder Druckluft entfernen.
- Bei Bürstenmotoren: Traxxas empfiehlt, den Motor alle 10 bis 15 Fahrten zu reinigen.
Nach Nässe und Schlamm
„Wasserfest“ heißt bei RC-Autos meist nur, dass die Elektronik geschützt ist – Lager, Schrauben und Achsen rosten trotzdem. Traxxas beschreibt nach Fahrten durch Wasser diesen Ablauf:
- Wasser aus den Reifen schleudern, etwa mit ein paar schnellen Runden auf trockenem Boden. Traxxas rät, vor Nassfahrten zwei kleine Löcher (3 mm) in jeden Reifen zu schneiden.
- Akku herausnehmen.
- Mit wenig Wasserdruck abspülen – keinen Hochdruckreiniger verwenden.
- Mit Druckluft ausblasen.
- Lager, Antrieb und Schrauben mit einem wasserverdrängenden Leichtöl einsprühen. Einen Brushless-Motor nicht ölen (ARRMA).
- Gründlich trocknen lassen, die Empfängerbox dabei öffnen.
- Nach längerer Nässe oder vor längerer Standzeit Radlager und Getriebe reinigen und schmieren. Einen Bürstenmotor baust du laut Traxxas dafür aus, reinigst ihn mit Motorreiniger und ölst die Lagerbuchsen leicht.
Zahnflankenspiel einstellen
Das Zahnflankenspiel ist der kleine Abstand zwischen Motorritzel und Hauptzahnrad. Zu eng, und die Zahnräder laufen schwer und heiß; zu weit, und die Zähne springen über und reißen ab. Laut Traxxas ist falsches Zahnflankenspiel die häufigste Ursache für zerstörte Hauptzahnräder.
- Papier-Methode (Traxxas): einen schmalen Streifen Papier zwischen die Zähne legen, den Motor anschieben, festziehen und das Papier herausdrehen. Ein frischer Streifen muss ohne Klemmen durchlaufen.
- Gefühl (Team Associated): Motor ganz anlegen, etwa 0,5 mm zurückziehen. Ein Zahnrad festhalten – das andere muss sich leicht hin und her bewegen lassen.
- Nach jedem Ritzelwechsel neu einstellen. Welches Ritzel welche Geschwindigkeit bringt, zeigt der Geschwindigkeits- und Übersetzungsrechner.
Stoßdämpfer: Öl und Entlüften
Die Dämpfer sind mit Silikonöl gefüllt. Dickeres Öl dämpft stärker, dünneres weicher. Die Viskosität wird in cSt oder in „wt“ angegeben; eine feste Umrechnung zwischen beiden gibt es nicht, sie unterscheidet sich je nach Hersteller.
- Dämpferkörper etwa zu drei Vierteln mit Öl füllen.
- Kolben langsam auf und ab bewegen und Luftblasen aufsteigen lassen.
- Bis zum Rand auffüllen, Kappe ganz festziehen und dann etwa eine Dreiviertelumdrehung lösen.
- Kolbenstange langsam ganz einschieben, überschüssiges Öl austreten lassen und die Kappe bei eingeschobener Stange festziehen.
- Prüfen: Der Dämpfer soll gleichmäßig arbeiten, ohne Luftlöcher. Drückt die Stange oben zurück, die Schritte wiederholen.
So beschreibt es Team Associated in seinen Anleitungen. Beide Dämpfer einer Achse immer gleich befüllen.
Differentialöl
Bei Getriebedifferentialen bestimmt das Öl, wie stark die Räder unterschiedlich schnell drehen können. Laut Team Associated gilt:
- Vorn dickeres Öl: weniger Lenkung bei niedrigem Tempo, bessere Beschleunigung aus der Kurve.
- Hinten dickeres Öl: Das Auto dreht in Kurven weniger ein und beschleunigt besser geradeaus; dünneres Öl hinten bringt mehr Traktion bei niedrigem Tempo.
- Die Viskosität wird in cSt angegeben – je nach Modell von etwa 1.000 bis über 50.000 cSt. Ändere in kleinen Schritten.
Reifen kleben
- Einlagen herausnehmen, Wulst und Felgennut mit Spiritus oder Isopropanol vom Trennmittel befreien und trocknen lassen.
- Einlage mittig einsetzen, Reifen aufziehen, auf Spalten prüfen und mit zwei breiten Gummibändern fest auf die Felge drücken.
- Reifen leicht zurückziehen und mittelflüssigen Reifen-Sekundenkleber in einzelnen kleinen Tropfen einbringen.
- Erst eine Seite kleben und antrocknen lassen, dann die andere.
So beschreibt es Axial. Sekundenkleber verklebt Haut in Sekunden – Nitrilhandschuhe tragen und gut lüften.
Fahrwerk: Sturz, Spur, Bodenfreiheit
- Sturz: Neigung der Räder von vorn gesehen. Team Associated nennt als Startwert etwa −2 Grad (Oberkante nach innen) vorn und hinten.
- Spur: Stellung der Räder von oben gesehen. Startwert vorn 0 Grad; 1 bis 2 Grad Nachspur vorn lassen das Auto williger einlenken.
- Bodenfreiheit: über die Vorspannung der Federn einstellen. Das Auto aus 20 bis 30 cm Höhe fallen lassen, dann messen. Querlenker waagerecht ist ein guter Startpunkt; Team Associated nennt für ein Beispielmodell ab Werk rund 35 mm.
- Immer nur einen Wert auf einmal ändern und testen.
Lenkservo
- Stellkraft: in kg·cm angegeben. Größere und schwerere Autos brauchen mehr Kraft – ein typisches 1:10-Lenkservo wie das Spektrum S614 hat rund 14,5 kg·cm bei 6 V; schwere Crawler und Monster Trucks brauchen oft deutlich mehr.
- Geschwindigkeit: wie schnell das Servo stellt; wichtig bei Rennautos.
- Spannung: Die Spannung des Reglers (BEC) muss zur Servoangabe passen.
- Wasserfest und Metallgetriebe: sinnvoll für Basher und Monster Trucks.
Schrauben sichern
Schrauben, die in Metall gedreht werden, lösen sich durch Vibrationen. Hersteller wie Team Associated markieren in ihren Anleitungen die Stellen, an denen Schraubensicherung verwendet werden soll. In Kunststoff verwendest du keine flüssige Schraubensicherung: Sie härtet dort nicht richtig aus, und manche Sorten greifen Kunststoff an und können Spannungsrisse verursachen (Erfahrungswert).